7.01.2006 - Bette Davis in: "Roto Rooter"
Die schweren dunkelgrünen Samtvorhänge waren verschlossen. Das kaum hereindringende, und bei diesem Wetter ohnehin nicht wirklich vorhandene Tageslicht, dieses grauen Samstagnachmittags, ließ nur Umrisse erkennen. Man kann ein Bett erahnen. Ein schweres, altes Bett, aus massivem dunklen Holz, in dem es mürrisch keuchte und sich irgendwer herauszuwinden versuchte.
Nach einer kurzen Pause, schlug das Keuchen in einen atemverschlingenden Husten um. Würfelhusten trifft es am Besten...
Stille....
Atmen....
"Gott seis gedank! Ich bin nicht erstickt. Wen wundert´s?"
Kaum sichtbar fingert eine Hand über den Nachtisch und greift nach etwas im halbdunkel undefinierbarem.
Einen Moment später erhellt die Flamme eines schweren Feuerzeuges das Gesicht der Frau, die grade noch glaubte zu ersticken. Das in einen Kristall eingefasst Feuerzeug wandert auf das Gesicht mit den verschlafenen Augen zu, verschwindet eine Sekunde, und scheint plötzlich in einer Art Nebel auszugehen.
"Frühstück as usual...!" dachte Bette Davis, als sie aus ihrem Bett stolperte, und in schlafwandlerischer Sicherheit das chaotische Zimmer durchquert,
die erste Zigarette im des Tages im Mundwinkel.
Über diverse Kleidungstücke und ein Skript für einen miesen Splatter- film stolpernd, erreicht sie die Tür zum Flur. Licht - endlich sieht man die Hand vor Augen.
Bette
verschwand in Ihrer Küche, jeden Wunsch der Zigarette nach einem
Aschenbecher ignorierend, setzte einen Kaffee auf, und ließ sich auf
einen Stuhl sinken. Sie war noch immer müde, und ihr Schädel erinnerte sie an eine Gehirnerschütterung aus längst vergangenen Tagen.
Am Vorabend hatte sie sich einem Larry King Interview in einer Live- sendung hingeben müssen. Dieses ganze Blabla über die ollen Filme, und die ewigen langweiligen Stars, mit denen sie sich hat herumprügeln müssen hatten ihr den letzten Nerv geraubt. Als logische Konsequenz ersetzte sie das Mineralwasser ihres silbernen Bechers, der genau vor Larry geparkt war, duch Wodka. Genauergesagt ließ sie es von der Regieassistentin erstezen, die sie nicht ganz liebevoll "Missy Skriptgirl" nannte.
Sie konnte es sich erlauben, das Personal der Studios tanzen zu lassen, und sich die Sendung live schön zu trinken. Sie war und IST schließlich Bette Davis!
Nach der plagenden Fragerei hatte sie sich noch entschlossen, im Russian Tearoom eine alte Freundin zu treffen. Lauren war bereits seit 30 Minuten vor Ort, und empfing Bette mit ihrer bekannt kühlen Art. Man diskutierte über das Interview, die miesen Skripts und den Verfall des großen Kinos.
Dieser Verfall wurde mit zunehmender Menge alkoholischer Getränke schlußendlich ertragbar, und man beschloß gegen 2 Uhr nachts wieder nach Haue zu fahren.
Bereits beim Betreten des schwarzweiss gefließten Flures ihres Appartment
in einem Brwonstonehaus der Upper East Side, stieg ihr ein schier umwerfender Geruch nach
Amoniak in die Nase. Welch ein Triumph für eine Zigarette! Diesen
Gestank einfach im geliebten Nebel zu ersticken, einen Scotch auf
den Sieg und dann endlich ins Bett! Doch
während sie noch die Tür zum Kellergeschoss torckelt öffnete, aus dem
dieser Gestank zu kommen schien, mit der Zigarette im Mundwinkel und
einem klassischen Dupontfeuerzeug in der anderen Hand schoß ihr der scheinbare Vorhof zur Hölle ins Blickfeld.
Der Keller ihres eigenen 3 Parteienhauses hatte sich scheinbar unbemerkt in eine lokale Ersatzkloake Manhattans verwandelt! Ein lähmender Gestänk, und im trüben Licht der einzigen Lampe vor sich hindümpelnde Toilettenartikel. Unangenehmerweise nur die, welche dem einmaligen Gebrauch zuzuführen sind.
Den Gedanken an ihre Zigarette, die sie jetzt mehr als jemals zuvor in den letzten 78 Jahre brauchte schob sie hinaus, um einer vorzeitigen Sprengung ihres Hauses vorzubeugen.
Sie betrachtete diesen Sumpf einen Moment, und versuchte zu analysieren, was da alles vor Ihren Augen umherschwamm.
Bei Gott, dachte sie, derBörsenmakler aus dem zweiten muss eine verdammt potente Partie sein! Augenscheinlich schwammen mehr
Kondome als Toilettenpapier in ihrem Untergeschoss, und da er der
einzige Mann im Hause war, und sie selbst die Zeit für sexuelle
Erfahrungen seit Jahren für später aufgeschob, konnte nur er diesen
Aufschwung der Kautschugindustrie verursacht haben.
Bette
löschte das Licht, schloß die Tür hinter sich, wedelte mit ihrer
Handtasche ein wenig in der amonikgeschwängerten Luft, bis sie
entschied diese sei wieder gefahrenfrei dem offenen Feuer auszusetzen,
und zündete endlich ihre Zigarette an.
Ihre
weltberühmten goßen Augen musterten den Hausflur, und stellten keine
Anzeichen von sich entzündendem Gas fest. Gut, dachte sie, es ist
verdammt lange her, als man mir den dummen Academy Award, der aussieht
wie mein Onkel Oscar, geben hat, aber das ist die Krönung! Qualmend beschloß sie, die Tragödie im hauseigenen Keller mit etwas klarer Flüssigkeit für heute Nacht aus ihrer Erinnerung zu streichen.
Was
für eine Nacht, dachte sie, als sie die 4 Tasse Kaffee und zwei
Alkaseltzer zu sich nahm. Sie hatte sich mittlerweile in einen langen
schwarzen Morgenmantel gehüllt, den sie versehenrtlich aus der Garderobe zu den Dreharbeiten der "kleinen Füchse" exportiert hatte, und sich neben ihrem Telefon postiert. "Ich muss denken, denken....sieh es als Herausforderung, BD. Sieh es als Herausforderung."
Bette nahm den Hörer ab, und wählte die Nummer ihrer Haushälterin, welche einige Blocks weiter unten, im Village wohnte.
"Le Clerque?"
"Good Morning, Missy. Hier ist BD."
"Good Morning?? Es ist nach 3.....oh....war es so schlimm, Mam?"
"Schlimmer!"
"Sie sind sich aber bewußt, dass ich meinen freien Tag habe, Miss Da...."
"Hatten, Missy! Sie hatten Ihren freien Tag. Alles zusammen waren sie über 26 Stunden nicht in meinem Haus. Das heisst, sie HATTEN ihren freien Tag."
"Miss Davis, der gesamte Smastag ist FREI."
"Missy, ein Tag hat 24 Stunden, ok? Sie sind um 12 Uhr gestern Mittag gegangen. Das ist EIN Tag! Scheiss auf Deinen Kalender, Kleines, hier geht es um Leben und Tod!"
"oh..OH GOTT.... Was ist passiert, Mam?"
"Ich brauche Ihrer Hilfe.Wir haben ein Problem mit Gas, und das Haus droht zu explodieren! Kommen sie hier hin, und retten sie, was zu retten ist!"
"Ich bin in 10 Minuten da, Miss Davis, soll ich Erne...."
"Vergiss den alten Säufer, und komm, Missy"
Der
Hörer knallte in die Gabel. Ewig diese dumme Diskusion, wann man
wieviele Stunden frei hat! Bemessen am Kalender! Affig, dachte Bette,
während Sie die Nummer von "Nelson Plumbers & Co." wählte. ........
...to be continued...
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7.01.2006 - Fasten your seat belts...
...it´s gonna be a bumpy blog!
Willkommen auf dem ersten und einzigen Blog, der die großen alten Stars, die letzten Diven, Starlets und Helden aus den "goldenen Zeiten" Hollywoods noch einmal durch die verücktesten Abenteuer rauschen läßt.
Wem es gefällt, der kann gerne seinen Kommentar abgeben (die guten Kommentare wären mir allerdings am liebsten), wem nicht, der solls besser machen!!
Have fun! PanAm
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